Facebook kauft Whatsapp – Was ändert sich?

Datenkrake kauft Datenkrake; auch wenn jeder weiß, dass Whatsapp genauso sicher, ist wie die Wahl zum Goldenen Lenkrads des ADACs fair ist, nutzen mittlerweile rund 30 Millionen Menschen in Deutschland den Messenger 'Whatsapp'. Über 450 Millionen Nutzer sind weltweit im Monat aktiv, davon sogar rund 320 Millionen täglich. Nun kauft also das größte Social Network den größten Messenger auf dem Markt für Smartphones. Höchstinteressant ist, dass laut aktuellen Studien die heranwachsenden Generationen gar keine Lust mehr auf Facebook haben und lieber über andere Plattformen wie Instagram und Whatsapp miteinander kommunizieren. Somit gehören die zwei größten Konkurrenten der blauen Plattform nun auch zum Facebook-Konzern.

Was ist die Absicht dahinter?

Facebook blättert für diesen Dienst nun schlappe 16 Milliarden Dollar Dollar hin (Man beachte davon rund 4 Milliarden Dollar in BAR!!! 12 Milliarden Dollar in Facebook Aktien und noch einmal 3 Milliarden Dollar für die Mitarbeiter), für die Entwickler einer gerade mal 4-5 Jahre alten App muss dies mehr sein als ein Sechser im Lotto. Die Party bei den Entwicklern von Whatsapp wird derzeit noch anhalten.

Kaufpreis: 4 Milliarden Dollar in BAR!!! 12 Milliarden Dollar in Facebook Aktien und noch einmal 3 Milliarden Dollar für die Mitarbeiter

Von einem Tag auf den Anderen in der Forbes Liste vermutlich weit nach oben geschleudert. Aber welche Ziele verfolgen die Macher von Facebook? Laut Statements der Macher von Whatsapp wird sich für den User nichts ändern. Whatsapp bleibt Whatsapp, autark als eigenes, arbeitendes Unternehmen, bleibt werbefrei und vor allem kostenlos (abgesehen, von dem wirklich günstigen Jahrespreis bzw. Einmalpreis bei Apple). Whatsapp hat sich immer als unverkäuflich geoutet, um jeden Preis, waren die 16 Mrd nun doch zuviel des Guten und man ist eingeknickt?! Was bringt Facebook diese Sache nun? Will Mark Zuckerberg alle Nachrichten mitlesen, was bestimmt aufgrund der undurchdringlichen AGB bestimmt sogar erlaubt ist. Oder will man einfach nur einen Konkurrenten aus dem Weg räumen, solange dieser den Markt noch nicht richtig aufmischt. Man kann hier nur spekulieren, aber die nächsten Jahre werden es zeigen.

IT-Solutions | Grafikdesign Dominik Nagel Screenshot Whatsapp

Whatsapp ist derzeit der beliebteste Messenger

Was macht Whatsapp mit meinen Daten?

Wer jetzt lauthals aufschreit und sagt ich suche nach Alternativen, dem sei gesagt. Es gibt so gut wie keine Alternativen. Bei diesen Messengern läuft alles über zentrale Server und alle Textpassagen, Bilder und Videos werden zentral auf diesen Servern gespeichert. Verschlüsselt wird nirgends richtig. Wer hochbrisante Daten per Internetmessenger Protokolle verschickt muss damit rechnen, dass diese nicht geheim sind. Wer postet seine Kreditkartennummer z.B. auch auf Facebook? Vielleicht kann man sogar eher sagen, "gut da steht jetzt Facebook hintendran", eine Firma der in Sachen Datenschutz mehr auf die Finger geschaut wird, wie jeder anderen Firma in diesem Sektor.

Letztendlich muss es jeder für sich entscheiden, im Großen und Ganzen denke ich. Was wirklich geheim ist - wie Passwörter, Zugangsdaten und Bankgeschichten - gehört nicht in einen Onlinemessenger. Richtig sichere Alternativen gibt es wenige und wenn sind diese nicht so verbreitet, bzw. nicht ausgereift. Somit sollten wir alle jetzt nicht in Panik verfallen und etwas abwarten wie es weiter geht. Ändern wird sich auf die Schnelle nichts und wenn kann man immer noch reagieren

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